Über uns

  Die Geschichte der Düsselwelle von Thomas Klaus
 


Radio Düsselwelle wurde 1984 gegründet, damals noch unter der Prämisse, daß - wie in anderen Bundesländern auch - nichtkommerzieller Lokalfunk möglich sein würde. Die Trägerschaft liegt seither beim als gemeinnützig und besonders förderwürdig anerkannten Medienverein Düsseldorf e.V. In den ersten Jahren und noch vor Verabschiedung des Landesrundfunkgesetzes (LRG) unternahmen die Mitarbeiter zahlreiche Aktionen, um der Öffentlichkeit das lokale Radio näherzubringen. Die Überraschung war allerdings perfekt, nachdem mit dem LRG lediglich eine private und kommerzielle Station je Kreis und kreisfreier Stadt gestattet wurde. Der nichtkommerzielle Teil wanderte als Offener Kanal, der hierzulande als Bürgerfunk bezeichnet wird, mit in das Programm der Lokalsender. In den Gründungstagen ging es darum, einen gewissen Status innerhalb dieses neuartigen Rundfunkmodells zu erreichen.

Dies war nicht unbedingt immer von Erfolg gekrönt, fehlten doch den Aktiven die Kenntnisse über die Grundlagen des Rundfunks und um Fortbildungsmöglichkeiten war es seinerzeit nicht so gut bestellt. Dies hat sich aber grundlegend geändert: der einst ach so schlechte Ruf des Bürgerfunks wurde durch die Arbeit zahlreicher Aktiver drastisch aufgewertet und muß sich heute in vielen Bereichen nicht hinter dem Lokalfunk verstecken. Seit 1992 erfolgte auch bei der Düsselwelle ein Umorientierung, die in regelmäßigen Magazinbeiträgen der unterschiedlichsten Sparten mündete und sich insbesondere auch mit der lokalen Politik und Berichten aus den Stadtteilen beschäftigt.

Selbstverständlich kommen aber auch insbesondere die sogenannten Musikfarben der Randgruppen nicht zu kurz. Die Finanzierung der Düsselwelle erfolgt über den Medienverein Düsseldorf e.V., der neben - leider wenigen - Spenden und den Mitgliedsbeiträgen auch öffentliche Fördermittel der Landesanstalt für Rundfunk erhält. An die Fördermittel
sind jedoch Bedingungen geknüpft, die zwar auf der einen Seite sinnvoll sind, auf der anderen Seite die Möglichkeiten der freien Verwendung stark einschränken. Die Zukunft wird uns hoffentlich eine Änderung des LRG bescheren, so daß auch nichtkommerzieller Lokalfunk möglich wird!